Vakuumiergerät Test – Immer ein frische Mahlzeit im Gefrierfach

VakuumiergerätVakuumiergeräte kommen im Haushalt immer dann zum Einsatz, wenn Lebensmittel länger haltbar gemacht werden sollen. Jeder kennt das: Man kocht lieber etwas mehr und friert den Rest danach ein. Wenn dann allerdings der Behälter nicht richtig dicht ist, kann es schnell zu Aromaverlust oder sogar zu Gefrierbrand kommen.

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Mit einem guten Vakuumierer kann man dieses Problem lösen. Vitamine und Geschmacksstoffe bleiben erhalten, Lebensmittel bleiben länger frisch und das alles ganz ohne Konservierungsstoffe. So lassen sich auch Babynahrung, mariniertes Grillgut oder selbst eingekochte Früchte luftdicht verschließen.

Besonders hochwertige Vakuumgeräte eignen sich sogar zum Vakuumgaren bzw. Sous-Vide-Garen, bei dem die Lebensmittel in einem Vakuumbeutel im eigenen Saft besonders schonend gegart werden.

Was für Modelle gibt es?

Die Auswahl an Vakuumierern ist groß, aber Vakuumiergerät ist nicht gleich Vakuumiergerät. Nicht nur preislich liegen oft Welten zwischen den verschiedenen Modellen. Besonders preiswerte Modelle werden häufig als Folienschweißgeräte beworben. Sie verfügen zwar ebenfalls über eine Absaugpumpe, allerdings können sie oft kein echtes Vakuum erzeugen. Sie dienen daher vorrangig zum Verschweißen von Folien und Gefrierbeuteln. Vor dem Kauf eines geeigneten Vakuumiergerätes sollte man sich daher über den Funktionsumfang gut informieren.

Das leisten die Vakuumiergeräte

Vakuumierte LebensmittelKlassische Vakuumiergeräte bieten ein vollautomatisches Vakuumiersystem, bei dem zunächst die gesamte Luft abgesaugt und die Folie anschließend luftdicht verschweißt wird, entweder mit einer einzelnen oder einer doppelten Schweißnaht. Bei den meisten Geräten werden beide Vorgänge elektronisch gesteuert und in einem Arbeitsprozess ausgeführt. Zum Teil signalisiert eine Kontrollleuchte das Ende des Schweißprozesses. Die Leistung der Geräte beträgt in der Regel zwischen 100 und 200 Watt.

Hochwertige Vakuumierer verfügen zudem über eine Stopptaste, mit der der Vakuumierungsprozess angehalten und automatisch der Schweißvorgang eingeleitet wird. So können auch empfindliche Lebensmittel, wie z. B. Torten oder Früchte behutsam vakuumiert werden, ohne diese dabei zu zerdrücken.

Die Handhabung ist häufig sehr unterschiedlich. Bei vielen Vakuumgeräten wird zunächst durch Drücken der linken Deckelseite der Vakuumierungsprozess ausgelöst; durch anschließendes beidseitiges Drücken des Deckels werden die Beutel automatisch verschweißt. Für eine ordnungsgemäße Funktionsweise sollte in jedem Fall vorher die Betriebsanleitung gründlich gelesen werden.

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Die richtige Folie ist entscheidend

Meist ist nicht zwangsläufig die Vakuumpumpe Schuld, wenn die Luft nicht richtig abgesaugt wird. Häufig ist die Verwendung falscher Folienbeutel der Grund für ein mangelndes oder nicht vorhandenes Vakuum. Daher sollte man sich gut informieren, welche Vakuumierbeutel für das Gerät geeignet sind.

Oftmals bieten die Hersteller eigene Folienbeutel oder Folienrollen zum Kauf an, die jedoch nicht immer die günstigste Alternative darstellen. Auch im Discounter kann man durchaus Vakuumfolien oder –beutel kaufen. Wichtig für die richtige Wahl der Vakuumbeutel ist, dass man zunächst weiß, um welche Art von Vakuumiergerät es sich handelt.

Vakuumierter FischBei einem Vakuumier-Kammergerät wird der gesamte Beutel eingelegt, und die Luft im Beutel anschließend in der geschlossenen Kammer abgesaugt. Diese Geräte sind oftmals sehr teuer, groß und unhandlich. Bei den meisten Geräten für den Hausgebrauch handelt es sich daher um Außen-Vakuumiergeräte. Bei diesen wird der Beutel bei geöffnetem Deckel „von außen“ bis an eine Anschlagschiene angelegt. Der größte Teil des Beutels befindet sich während des Absaugens außerhalb des Gerätes.

Während man für Kammergeräte glatte Siegelrandbeutel benötigt, funktionieren Außen-Vakuumiergeräte nur mit strukturierten, sogenannten goffrierten, Beuteln. Die Struktur, wie z. B. Waben oder Rauten, ist notwendig um die Luft über die Strukturkanäle aus dem Beutel abzusaugen. Bevor man also das Gerät zurücksendet, weil es nicht richtig vakuumiert, sollte man in jedem Fall die Auswahl der Beutel überprüfen.

Das bekommt man für seinen Preis

Wie bereits erwähnt dienen preiswerte Geräte häufig in erster Linie als Folienschweißgeräte. Die Vakuumfunktion ist zwar vorhanden, aber deutlich schwächer als bei teureren Modellen. Bei einigen Geräten sind Folienschlauchrollen und Beutel bereits im Lieferumfang enthalten, teilweise auch ein Adapterschlauch, um Luft aus Vakuum-Behältern abzusaugen.

Als besonders praktisch erweisen sich auch Sicherheitsfilter, die unbeabsichtigt aufgesaugte Flüssigkeit auffangen. Gerade beim Vakuumieren von feuchten Lebensmitteln kann es durchaus passieren, dass auch Saft mit eingesaugt wird. Dieser sollte dann möglichst in einem Schwamm oder einer Tropfschale aufgefangen werden, um das Gerät nicht zu beschädigen.

Was man beim Kauf beachten sollte

Gefrorene BeerenBei den meisten handelsüblichen Vakuumierern für den Hausgebrauch handelt es sich um Außen-Vakuumiergeräte. Diese funktionieren nur mit dafür geeigneten Beuteln. Auch ein preiswertes Modell kann daher im Nachhinein versteckte Kosten verursachen und ist nicht in jedem Fall die bessere Alternative. Lassen Sie sich daher am besten im Fachgeschäft beraten oder lesen Sie die Produktbeschreibungen und Bewertungen im Internet. Auch Empfehlungen von Freunden oder Bekannten können Ihnen helfen ein geeignetes Vakuumiergerät zu finden.

Wem es nicht auf ein 100%iges Vakuum ankommt, für den genügt oft ein preiswertes Folienschweißgerät. Zum Portionieren von Lebensmitteln, die anschließend für einige Tage oder auch mal ein paar Wochen im Gefrierfach aufbewahrt werden, reichen diese Geräte häufig vollkommen aus. Beim Einkochen von Früchten oder beim Verpacken selbstgemachter Wurst oder Dörrprodukte ist ein perfektes Vakuum häufig wichtiger. In diesem Fall sollte man nicht am Gerät sparen und auf eine ordentliche Vakuumierfunktion setzen, um sich nicht im Nachhinein über verdorbene Lebensmittel zu ärgern.

Informieren Sie sich schon vor dem Kauf, welche Beutel für das Gerät geeignet sind und ob es diese vielleicht sogar im Discounter zu kaufen gibt. Hier helfen häufig auch die Rezensionen im Internet weiter.

Obwohl einige Hersteller Garantiezeiten von 2 oder sogar 5 Jahren versprechen, heißt das nicht, dass man das Gerät bei falscher Handhabung oder falscher Beutelwahl umtauschen oder zurücksenden kann. Eine einfache Handhabung und eine verständliche Bedienungsanleitung sind daher ebenfalls wichtige Kaufkriterien, die man nicht vernachlässigen sollte.

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Vorteile und Nachteile eines Vakuumiergeräts

Vorteile eines Vakuumiergeräts:

  • für unterschiedliche Dinge geeignet (Kleidung, Essen, etc..)
  • vor allem Lebensmittel sind viel länger haltbar
  • keine weiteren Gefrierbeutel nötig
  • sehr platzsparend
  • alles wird luftdicht verschlossen
  • wichtige Vitamine und Nährstoffe bleiben erhalten
  • auch der Geschmack bleibt erhalten
Nachteile eines Vakuumiergeräts:

  • Vakuumiergeräte relativ groß
  • Wird während der Benutzung durchaus laut
  • Nicht für alle Lebensmittel geeignet

Fazit

Vakuumiergerät im EinsatzVor dem Kauf sollte man sich gründlich über die verschiedenen Modelle informieren. Einige Vakuumiergeräte stehen den teuren Profigeräten in nichts nach. Zudem haben sie den Vorteil, dass man sie leichter verstauen oder auch mal transportieren kann. Die Vorteile von Vakuumiergeräten liegen auf der Hand.

In Zeiten, in denen viele Lebensmittel in der Mülltonne landen, kann man mit einem Vakuumierer dafür sorgen, dass Lebensmittel länger frisch bleiben und auch nach Wochen im Gefrierfach ihr Aroma und ihre Vitamine nicht verlieren. Für kleine Haushalte sind sie praktisch, da man größere Portionen kochen und einen Teil davon einfrieren kann.

Großen Haushalten erleichtern sie die Küchenplanung, da auch Babynahrung, Brot und Früchte portionsweise verpackt werden können und so jederzeit ohne großen Zeitaufwand eine frische Mahlzeit gezaubert werden kann. Ein Vakuumiergerät ist daher ein praktischer Küchenhelfer, der nicht viel Geld kosten muss, aber in jedem Fall viel Geld und Mühe spart.

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